Kennen Sie das? … Jahr für Jahr richtet man sich mehr und mehr in den eigenen – stetig enger werdenden – körperlichen Grenzen ein. Akzeptiert sie. Zipperlein kommen dazu. Man lebt damit.

… und sagt damit doch indirekt „ja“ zum Alterungsprozess und allmählichen Rückbau…

Auch in anderen Bereichen trifft das zu: die Flexibilität nimmt ab. Bestimmte Dinge müssen immer genau SO ablaufen…, Glaubenssätze verfestigen sich („Das kann ich nicht – das konnte ich noch nie“), Umstände (wie Wohnort, Beruf, Partnerschaft) lassen sich (so macht man es sich glauben…) nicht mehr so leicht ändern.

Immer mehr Grenzen in Ihrem Leben zu akzeptieren, bedeudet, dass Sie sich selbst Stück für Stück einengen. Sich Ihre eigene Freiheit und Entwicklungsfähigkeit entziehen.

Und genau DAS lässt einen allmählich alt und lustlos werden. Leidenschaft geht verloren.  Und mit ihr geht auch Ihre leuchtende Schönheit – die immer von INNEN kommen – dahin!

Oder einmal positiv ausgedrückt:

Ich bin der festen Überzeugung, dass einen nichts glücklicher und schöner macht, als immer wieder Grenzen zu überwinden, weiter zu wachsen und zu lernen! 

Mein Vorschlag: Nehmen Sie wahr, wo Sie sich be-grenzen. Wählen Sie EINE Grenze in Ihrem Leben aus und verschieben Sie sie stetig – gemeinsam mit mir und anderen!

Ich nehme die folgende Herausforderung an: ich möchte ab sofort Spagat lernen. – Spagat konnte ich noch nie, nicht als Jugendliche und auch heute nicht – trotz Yoga…

Meine Tochter (6) hatte dieselbe Idee. So sind wir schon zu zweit. Sie übt den Herrenspagat (Seitenspagat) und ich den Damenspagat (Querspagat).

In den nächsten Tagen möchte ich auch die Teilnehmer meiner Yogakurse mit einbeziehen. Dann können wir alle gemeinsam täglich/wöchentlich üben…

Wer macht noch mit? Haben Sie auch Lust, (wieder) einmal Spagat zu können?

Warum Spagat?

– Weil es nicht allzu ernst ist – es wäre kein Problem auch ohne Spagat weiterzuleben. Daher ist es eher locker und unterhaltsam.

– Das Gefühl, etwas zu erreichen, was man noch nie in seinem Leben konnte, (oder nur vor langer Zeit…) ist unglaublich beflügelnd. Auch die einzelnen Etappten (jeden Tag ein Stückchen tiefer zu kommen…) machen Laune.

– Ein kleineres Ziel zu wählen, beschert einem ein schnelleres Erfolgserlebnis und inspiriert  für weitere, größere Projekte. Nun mag Spagat dem ein oder anderen nicht gerade als „kleineres“ Ziel erscheinen (oder dem nächsten vielleicht als „zu leicht“) … und es ist auch völlig unbedeutend, ob man „Spagat“ wählt oder „Liegestützen“ oder „Schreibtisch aufräumen“…. oder Lust hat, andere eigene Wachstumsgrenzen einmal zu überschreiten, die man bislang als gegeben akzeptiert …

Vielleicht haben Sie ja Lust auf eines dieser Dinge…: In der Vorwärtsbeuge mit den Händen zu den Füßen kommen/dem Kopf zu den Knien, Kopfstand lernen, Handstand lernen, tägliche Sonnengrüße, Joggen gehen… oder nicht-körperlich: Schreibtisch aufräumen und frei halten, einen Schrank ausmisten (täglich eine Schublade), sich bei Verwandten & Freunden melden, täglich mit dem eigenen Kind spielen (dem echten oder dem „inneren“ ;-)), jeden Tag einen grünen Smoothie mixen, etc.

– Wir können jeden Tag in ganz kleinen Schritten vorangehen: täglich 1- 2 x nur für ein paar Minuten oder sogar nur ein paar Atemzüge in die Haltung gehen, bringt schon sichtbare Fortschritte. Wenn es etwas leichter geworden ist, kann man länger darin bleiben und im Yin-Yoga-Stil üben (Hilfsmittel dazu nehmen, in der Haltung ganz still werden, reinentspannen, länger halten (3 oder 5 Minuten oder länger)…).  

Die von mir gewählte Challenge (= Herausforderung):

„Spagat lernen“

1. Woche

Bildschirmfoto 2013-11-17 um 21.32.00

Aktuelles Maximum an Dehnung zu Beginn der Challenge.

Mal sehen, wie sich das weiterentwickelt…

Wer macht mit?

Manche sind da wohl schon ein bisschen weiter… (seeehr cooles Video!! UNBEDINGT ansehen!! – lohnt sich als Ermutigung…):