Liebe, Lust und Herzschmerz wollen nur eines: DICH! 

3 Schritte, wie Du Liebeskummer in Dein größtes Glück verwandeln kannst

Lust und Liebe begeistern, beflügeln uns auf der einen Seite. Herzschmerz und Beziehungskrisen erschüttern uns in unseren Grundfesten. Bedürftigkeiten, Eifersucht und das Zerren am anderen können der Liebe den Garaus machen.

Doch ob im Höhenflug oder im Absturz: was ist beiden Phasen gemeinsam?

Jedes Mal sehen wir im anderen die Ursache und liegen beide Male falsch, so glaube ich. 

Doch genau diese Erkenntnis kann auch die ganz große Befreiung bedeuten: weg vom anderen, hin zu DIR! Zu Deiner tieferen Leidenschaft, dem, was Dich wirklich in diesem Leben vibrieren lässt… warum Du auf der Welt bist. Ich glaube, dass jede Liebe – ob gelebt oder nicht, ob erwidert oder nicht – letztlich dafür da ist, Dich genau DARAN zu erinnern. Die Liebe möchte das Schönste und Beste aus Dir hervorholen.

Bist Du bereit, Dich dem mutig zu stellen?

Hier drei Schritte, wie Du schnell wieder raus aus der „Der-andere-ist-an-allem-schuld“-Falle und rein in DEINE ureigene Lebenskraft kommen kannst…

Wie Liebeskummer sich in Dein größtes Glück verwandeln kann!

1. Erkennen der Projektion

Im anderen die Ursache aller Freude und allen Übels zu sehen, wird in der Psychologie ja „Projektion“ genannt. Nur Du entscheidest Dich dafür, – wenn auch unbewusst… – all das in einem anderen Menschen zu sehen (Gutes genauso wie Unschönes). Das gilt ja übrigens immer, nicht nur in Liebesbeziehungen… 😉

Das Wichtigste ist es also erst einmal, überhaupt zu merken, was Du tust.

Spürst Du, dass Du gedanklich und emotional viel zu viel beim anderen „rumhängst“? Und Dich so selbst zum „Opfer“ machst? Indem Du den anderen wie eine Droge benutzt (hast): süchtig geworden bist nach positivem Feedback und Dich unglaublich abhängig von seinen oder ihren Reaktionen gemacht hast? Von dem, was er oder sie tut. Oder eben genau nicht!! Ihn oder sie viel zu wichtig nimmst. Was dann oftmals auch zu Vorwürfen und Kritik führt…

Doch mal ganz ehrlich: Du lenkst Dich damit im Grunde immer nur vom wichtigsten Menschen in Deinem Leben ab – von Dir selbst.

Natürlich gibt es dafür Gründe: du siehst im anderen etwas sehr Tiefes, Existenzielles, das möglicherweise an ganz frühe Bindungen (Mutter, Vater) erinnert, weil es Dich auf einmal genauso tief berührt und öffnet (die Projektion…. – im Guten wie im Schlechten). Und damit auch unglaublich verletzlich macht. Das ist wunderbar und schrecklich zugleich. Wunderbar, weil es so schön und nährend sein kann. Schrecklich, weil es auch an all die ungestillten Bedürfnisse erinnert und dann viel Verlangen und Sehnsucht hochkommen können.

An der Stelle ist es ganz wichtig, das zu erkennen. Und zu merken: ich bin jetzt aber erwachsen! Ich kann und muss für mich selbst sorgen. Niemand anderes, egal wie viel Aufmerksamkeit er oder sie mir auch schenken würden, kann mich an der Stelle SATT machen! NIEMALS!

Und zugleich auch zu wissen: das ist noch nicht die ganze Wahrheit. Ich BIN nicht diese Bedürftigkeit. Das ist nur ein Teil von mir.

Mir hilft es immer sehr, wenn solche (und andere) Gefühle aufkommen, mir zu sagen: das sind alles nur Anteile von mir, sie sind wie „meine Kinder“. Alle sind willkommen. Und „ich“, also das erwachsene, starke ICH ist die Mutter, die sie einlädt, auf den Schoß zu kommen… sie dürfen dann weinen und alles sagen, was sie fühlen. Doch ich weiß immer: das BIN nicht ich. Es sind nur Teile… Meist „unerlöste“, noch nicht integrierte. Daher melden sie sich gerade so lautstark. Sie möchten einmal ihr Anliegen „vortragen“ und gesehen werden. Danach drücke ich sie (zum Beispiel in Form eines Kissens). Vielleicht trauern und weinen wir zusammen, sind berührt, frustriert, entsetzt oder einfach traurig… Und schon wird alles ruhiger und entspannter… 😉

Doch es ist genauso wichtig, Dich dann auch wieder mit Deinen Ressourcen zu verbinden. Also all dem, was Dir Kraft, Freude und echte, gute Energie gibt (siehe Punkt zwei).

Kurzfassung von Punkt eins: es geht hier überhaupt nicht um den anderen oder irgendeinen äußeren Konflikt. Sondern ausschließlich darum, Deine ganze Aufmerksamkeit wieder zurück zu DIR zu lenken. Er/Sie war nur das Hinweisschild zu DIR.

 2. Was ist DEIN nächster Schritt?
– Zurück in DEINE Kraft!

Er oder sie inspiriert Deine tiefsten Kräfte, macht Dich an, Dich mit ihnen zu verbinden. Das, was Du im anderen liebst und großartig findest, IST in DIR! Es sind DEINE Gaben. Du bist im Innersten bewegt, weil er/sie Dich an DICH erinnert… An DEINE ungelebten Geschenke und Stärken. Deine größten Schätze…

Statt den anderen zu überhöhen, Dich von seiner Präsenz abhängig zu machen, solltest Du Dich lieber fragen:

Was ist es, warum ich auf die Welt gekommen bin? Was bereitet mir im Leben die größte Freude? Wo fließe ich über vor Glück? Was wollte ich schon immer tun? Wie kann ich noch viel, viel mehr zum Ausdruck bringen, was mir im Leben wirklich wichtig ist?

Was sind die nächsten Schritte dahin?

Jede Beziehungskrise, jeder Herzschmerz kann ein großer Push nach vorne sein.

Mich haben sie bisher am Ende immer zum nächsten Schritt einer wichtigen persönlichen, spirituellen oder beruflichen Entwicklung gebracht. Zu einem Schritt, den ich sonst vielleicht nicht gegangen wäre, oder nur sehr zögerlich. Nie wäre ich z.B. sonst Yogalehrerin geworden. Oder hätte, ein paar Jahre später, den Sprung gewagt, mich damit schließlich selbständig zu machen (zu einer Zeit als gut bezahlte Diplom-Dolmetscherin, zudem mit kleinem Kind….), um nur mal 2 wichtige Beispiele zu nennen.

Ich habe das oft erlebt, dass ich gefühlt mit „leeren Händen“ da stand und mir dann schlicht nichts anderes blieb, als mich auf MICH zu besinnen, wach zu werden und mich zu fragen, was als nächstes für mein Leben wesentlich ist. Mir zu überlegen, was für mein Herz wirklich, wirklich zählt. Um dann den nächsten Schritt zu gehen. Ich glaube, dass Wachstum oft in dieser Weise funktioniert…

Und vielleicht ist, so gesehen, Liebeskummer meist einfach „Wachstumsschmerz“. Und gar nicht etwas, das nicht sein darf!

Und ich muss sagen: aus dieser Perspektive bin ich all den Brüchen und Krisen in meinem (Liebes)Leben unendlich dankbar. Wäre alles immer glatt und easy gelaufen, hätte ich diese Zeit sicher lieber mit (aus meiner Sicht) Erotischerem verbracht, als mich mit mir selbst und meinen Aufgaben in diesem Leben zu beschäftigen… 😉

Doch nach solchen – letztendlichen – „Erfolgserlebnissen“ auf dem Weg, gerade durch schwierige Zeiten ausgelöst, schaue ich heute ganz anders auf jede Art von Beziehungskrisen, wenn sie auftauchen… und das tun sie ja immer wieder, so lange wir leben… Auch mit anderen Menschen. Und egal, wie weh es tut – ich sage mir in solchen Fällen: hey, für irgendwas wird es ganz sicher gut sein, Geduld! Und so fühlen sie sich schon ein klein wenig leichter und sinnhafter an. Und gehen auch meistesns viel schneller und glimpflicher vorüber, fühlen sich nicht mehr so „ernst“ an… ;-))

Was ist DEIN nächster Schritt? Was will umgesetzt werden? Was schiebt etwas in Dir schon länger vor sich her? Was ist Dir wichtig bevor Du stirbst? Was ist Deine tiefste Herzenssehnsucht?

 

3. Im Erschaffen werden wir frei
… vom Geliebten, vom Außen…

Also, steh auf, statt auf Dein Handy zu starren, auf “Besserung” Deines Partners zu hoffen oder unglücklich zu sein! Besinne Dich auf DEIN Leben und Dein eigenes Schaffen!

Und, mein Tipp: ANGST ist ein gutes Hinweisschild!!!

Glaube nicht, dass Deine Herzensmission sich immer so anfühlt, als könne man die mal eben so umsetzen. In der Realität werden es gerade die Dinge sein, die Dich magisch anziehen:

…von denen Du denkst:
“Leider in diesem Leben für mich nicht möglich!”
Weil: zu teuer, zu weit weg, zu abgefahren, zu zeitaufwendig, nicht vereinbar mit Familie, Beruf, Beziehung etc., oder wenn es berufliche Träume sind: damit kann man ja kein Geld verdienen, usw.  –> eben alles total unrealistisch.

…oder Dinge, die Dir tierisch Angst machen!
Von denen Du Dir im Traum nicht vorstellen kannst, wie Du da „im echten Leben“ hinkommen solltest. Vielleicht treiben sie Dir die Schamesröte ins Gesicht oder Du hörst schon jetzt die kritischen Stimmen „der anderen“.

—> Kurz: alles wäre total geil, ist aber halt einfach ‘ne „Nummer zu groß“ für Dich!

Und da behaupte ich: Yeaaah, das ISSES!! Genau da solltest Du mal dranbleiben… An Deinen verwegensten Gedanken und Wünschen. 😉 Ziemlich sicher liegt genau da das Gold vergraben – der Hinweis zu Deinem nächsten Schritt!

Zurück in Deine wahre Kraft, Freude und Begeisterung in Deinem Leben! Das, was Dir vorher einmal die Verliebtheit geschenkt hat… Die ja auch nichts anderes als pure Lebendigkeit ist: unsere tiefe Sehnsucht nach echter Verbundenheit mit einem anderen, ja mit dem Leben selbst!

Doch erst im Erschaffen von eigenem wirst Du frei werden. Frei von dem/der Geliebten, frei vom Außen. Ich glaube, dass wir alle Künstler unseres Lebens sind. Und im Kreativsein – jedweder Art… – vollkommen in Freiheit und Liebe finden können.

Und dann SIND wir in der LIEBE. Dann bist DU selbst die LIEBE, die Du im anderen gesehen und gesucht hast. Manche nennen das Flow. Im Fluss des Lebens wieder angekommen.

Er/Sie ist nur gekommen, um Dich daran zu erinnern. Um Dich diesen Ozean der Kraft, an den DU selbst angeschlossen bist, wieder glasklar fühlen zu lassen. Dich von ihm begeistern und von seinen Wellen erfassen zu lassen.

Mach was draus!

Dann LEBST Du Deine tiefste Sehnsucht. Nichts wird Dir mehr fehlen. Und Du fließt über vor Liebe.

Jede Begegnung mit dem anderen eine Begegnung aus vollem Herzen. Nicht mehr aus Bedürftigkeit. Sondern einem ehrlichen Sich-Verschenken-Wollen. Was sonst  würde auch den Namen „Liebe“ verdienen?

Ist das eine spannende Aussicht?

Kennst Du das auch?

Wie gehst Du um mit Beziehungskrisen? Mit Liebeskummer oder Sehnsüchten?

Oder wie hast Du es in der Vergangenheit getan oder für Dich lösen können?