Mit den eigenen Kräften haushalten

Mit der eigenen Energie ist es manchmal wie mit dem Geld: was da ist, gibt man auch aus! Oder?

Doch ich finde, wir alle stehen, auch als Gesellschaft, zunehmend einem völlig überfordernden „Mega-Alltag“ gegenüber… Die Explosion der technischen und medial-sozialen Möglichkeiten verstärkt das noch in vielen Bereichen.

Und dabei sind die Bedürfnisse von Körper, Geist und Seele noch dieselben wie eh und je…

Was tun, wenn die eigenen Kräfte am Ende sind?

Diese Frage erlebe ich bei sehr vielen Menschen und habe sie mir auch schon häufiger stellen dürfen…
 
So habe ich mir diesen Winter einmal viel Zeit genommen (mehr noch als sonst eh schon um die Jahreswende…), um mich zurückzuziehen, nachzudenken und zu spüren. Ich wollte – und möchte es auch weiterhin – mir selbst, anderen Menschen und dem Leben so nahe sein wie möglich. Um aus den tieferen Impulsen handeln und leben zu können.
 
Einiges wurde mir dadurch klarer und ich habe auch manche Prioritäten neu sortiert. Und wie jedes Jahr in den Rauhnächten hat sich auf diesem Wege auch mein Motto für das neue Jahr gefunden: nach vielen beruflich intensiven Jahren soll 2017 nämlich wieder mehr Raum für Privates bereithalten! 😉

Und so schicke ich Dir heute mal meine „12 wichtigsten Tipps“ für mehr Kraft und Freude im Alltag.

Es sind Punkte, die mir selbst immer wieder helfen, auch in meinem eigenen “Mega-Alltag” dem Wesentlichen halbwegs nahe zu bleiben oder mich zumindest immer wieder neu darauf auszurichten! Und auch noch Spaß dabei zu haben! 😉

Vielleicht ist ja auch was für Dich dabei?

1. Zeit geplanten Nichtstuns – Tue weniger, erreiche mehr!

Täglich, wöchentlich, monatlich: Momente des Nichtstuns (täglich), Ruhe für ein mind. 1-2 Stunden (!) (möglichst mehrmals wöchentlich…), unverplante Tage (so oft die Wochenenden es hergeben). Lieber mal was absagen, auf scheinbar „Verlockendes“ verzichten oder Termine frech rausschieben (dem Drang widerstehen etwas „schnell abhaken zu wollen“).

Die besten Inspirationen tauchen in diesen Phasen auf. Während Du auf dem Sofa liegst, aus dem Fenster schaust oder im Halbschlaf versunken im Bett kauerst… Weg von dem Glaubenssatz nur durch Tun und Anstrengung etwas erreichen zu können! Gerade diese Alpha-Zustände unseres Gehirns sind unglaublich produktiv und kreativ. Wir sind dadurch tatsächlich „intelligenter“. Und glücklicher zudem!

2. Dabei Handy aus!
So segensreich die Erfindung des Smartphones ist, so weitreichend und noch nicht absehbar sind auch die Folgen für Gehirn und Sozialverhalten. Als höchst soziale und kommunikative Wesen merken wir schnell, wie das ständige „In-Kontakt-Sein“ geradezu „süchtig “ machen kann. Da kann es sooo wohltuend sein, das „Ding“ einfach mal für ein paar Stunden (oder wenigstens Minuten…. ;-)) komplett auszuschalten. Es ist wunderbar, wie anders Du dann auch innerlich abschalten kannst. Wenn Du mal nicht permanent erreichbar bist. Von der starken Strahlung ganz abgesehen…

3. (Mediale) Kommunikation bündeln
Die allermeisten E-mails müssen gar nicht SOFORT beantwortet werden. Und die zahlreichen sms und Whats-App-Nachrichten erst recht nicht… Gebündeltes Beantworten ist oft effektiver und schneller. Man konzentriert sich ein Mal darauf und dann ist der Geist wieder frei für anderes.

Auch das herkömmliche Telefon kann man “drosseln” – und es auch einfach mal klingeln lassen! Warum sollten andere immer über DEINE Zeit bestimmen? Insbesondere wenn Du gerade ein „Date mit Dir selbst“ auf dem Sofa genießt… Zurückrufen reicht bestimmt später auch noch!

4. Delegieren lernen – es nicht alles selber machen!
Lieber eine Putzfrau engagieren, jemanden für den Garten, einen Fensterputzer, Wäsche zum Bügeln weggeben oder oder oder…. als zu glauben, alles alleine stemmen zu müssen. Wo kannst Du es Dir leichter machen? Was musst DU gar nicht unbedingt selbst machen?

Evtl. lieber ein bisschen Geld investieren – Arbeit für andere schaffen – und dafür selbst mehr Lebensqualität und Freiraum für Wesentliches haben.

Und dann noch besonders für uns Frauen: auch andere Familienmitglieder (und offenbar Mitmenschen generell…) kriegen Sachen hin! Auch ganz ohne uns… Schon erstaunlich. Wenn Du das nicht glaubst, siehe Punkt 10!

TIPP: Ein herrliches, sehr wertvolles Buch zum Thema ist „The lazy way to success – Ohne Anstrengung ALLES erreichen“, von Fred Gratzon – sehr zu empfehlen!!

5. Was ist Dir am wichtigsten in Deinem Leben?
Gerade in diesen Momenten des Nichtstuns leuchtet auf, was in Deinem Leben wirklich wesentlich ist. Was ist das wichtigste? Und Du kannst Dich innerlich wieder, wie ein Kompass, auf diese übergeordneten Ziele ausrichten. Durch den Abstand werden auf einmal Lösungen und Wege erkennbar. Oder es entstehen tolle Ideen… vielleicht magst Du sie aufschreiben und später nochmal lesen, was sich inzwischen verwirklicht hat?

6. Zeit für mein – reales – Kind
Inmitten dem Treiben einfach einen Moment ganz für mein Kind und unsere besondere „Liebesbeziehung“ da sein. Ihm wirklich zuhören. Es „kommen“ lassen… ohne mit Programm und meinen Ideen unsere gemeinsame Zeit wieder zu überfrachten…

Genauso gehört die nährende Zeit, die ich meinen Freunden, meinem Partner und meiner Familie von Herzen widme, zu diesem Punkt.

7. Zeit für mein inneres Kind
Auch ihm wirklich zuhören. Will es gerade lieber spielen? Tanzen, Lachen, Musik hören, Malen, Basteln? “Die Magie des Alltags” aufspüren… – lässt sich manchmal auch total schön mit Punkt 6 verbinden… ;-))

TIPP: Stell Dir diese Frage: Was hast Du geliebt als Du 12 Jahre alt warst?” Und Du wirst sehen: was immer es war, es passt oft noch heute! 😉 Probier es aus!

Und dann kann es auch sehr gut passieren, dass Du auch Deinem traurigen, „verlassenen inneren Kind“ begegnest (oder mehreren davon…) und es seine Chance sieht, endlich auch einmal wahrgenommen zu werden. Mit seiner Not und seinem Schmerz, und allem, was es (bis hierhin in unserem Leben) für uns halten musste… weil wir es weggedrückt und eben „nicht haben“ wollten… Da kann es so heilsam sein, dieses Kind einfach nur zu halten, auch ihm innig zuzuhören mit seinen „verbotenen Gefühlen“ – und als der Erwachsene, der Du heute bist – ganz für es da zu sein. Ihm all das zu erlauben, was es wirklich fühlt.

TIPP: Mein besonderer Tipp diesbezüglich ist die „Traumaheilung durch Radikale Erlaubnis“ von Mike Hellwig. Das Buch ist wunderbar und auch das 3teilige Interview auf der Website bringt es einfach grandios auf den Punkt. Sehr hilfreich! („Unzensiert denken und alles fühlen zu dürfen – Hinter jedem Gedanken, jedem Gefühl verbirgt sich ein inneres Kind, das erlaubt sein will“).

8. Kultivierung von Stille – das Yin nähren
Spare nie, nie, niemals an der falschen Stelle!! Ruhe, Schlaf und ein gelassenes, harmonisches Nervensystem sind die Grundlage für ALLES! Ausgeruht erkennt man sowieso meistens, dass es eigentlich gar kein Problem gibt… 

Und: Wir handeln dann nachweislich klüger und effektiver!

Yoga kann hier so wunderbar unterstützen (z.B. Yin Yoga oder andere meditative Stile, um in die Ruhe zu gelangen), eine Meditation Dir neue Kraft schenken… Auch Wärme, jede Art von Stille und besonders eben ausreichend Schlaf braucht unser Nervensystem, um sich zu beruhigen und genug „genährt“ und gepolstert zu sein. Nur aus der Stille und inneren Ruhe „gespeist“, bist Du bereit für die Herausforderungen des modernen „Mega-Alltags“.

9. Sinnliches Erleben – genieße Dich und fühl Dich lebendig!
Raus aus den mentalen Endlos-Schleifen – rein ins Genießen: Erlebe bewusst all die herrlichen, kleinen Sinnesfreuden, die fast überall lauern!!

Yeaaah, Du hast einen Körper!!! Wie oft am Tag merkst Du das? Nur ein Verstand, aber fünf Sinne stehen zu Deiner Verfügung – und, hey, die wollen benutzt werden!

Das Leben zu genießen „passiert“ nicht von alleine, eines fernen Tages… Es will mitten im Alltag praktiziert und geübt werden…. – Jetzt oder nie!

Das herrlich heiße Bad, bunte Blumen auf dem Tisch, das köstliche Essen, die frische Luft, die immer mehr nach Frühling duftet…., das Vogelzwitschern am Morgen… oder einfach die Sitzheizung im Auto… und die beglückende Musik zum Mitsingen aus dem Radio… ;-))

10. Ansprüche loslassen
Deine Vorstellungen von Perfektion haben nichts mit der realen Welt zu tun. Es ist das innere Kind, das sich Sicherheit in einer unsicheren Welt wünscht. Es hätte gerne alles hübsch, schön und geregelt… Naja, eben einfach nur „perfekt“. Das würde ja schon reichen…. 😉

Lass den Erwachsenen in Dir darüber nachdenken: ist das wirklich alles sooo wichtig? Geschweigedenn möglich und wirklich erstrebenswert? Wie wäre es, wenn es (dieses Mal) anders wäre? Was würde schlimmstenfalls passieren? Welche Möglichkeiten würden sich im Zweifel eröffnen? Wenn ich z.B. den Haushalt heute mal liegen lasse, andere mich vielleicht für eine Schlampe halten… 😉 und ich stattdessen einfach in die Natur gehe… mein Leben genieße?

11. Was will Dein Körper? Nicht Dein Verstand!!
Was ist der nächste Schritt? Was sagt Dein Körper? Dein Gefühl?
Und nicht nur: was sagt der abgespaltene, auf Perfektion geeichte Kopf? Er mag gern über alle „irdischen“ Bedürfnisse des Körpers und die aller anderen hinweggehen und seine Ziele dem realen Leben „überstülpen“.

Wenn Du wirklich dem Körper folgst, wirst Du Dich vielleicht manchmal „lahm“ oder unproduktiv fühlen im Vergleich zum Rest der Welt… aber ist das wirklich wahr??? Ist dann nicht vielleicht eher der Lebenswandel unwahr??

Ich sage mir dann: „Ich erlaube mir mein Tempo!“

Und glaube fest daran: Wenn der liebe Gott mich so gemeint hat, hat er sich schon was dabei gedacht! Oder?

Oft liegt ja gerade in dem, wo wir so auffallend anders ticken als andere, unser größtes Potential.

Darauf vertraue ich dann jedenfalls… 😉

 12. Du wirst nicht mehr „richtiger” – alle Anstrengung zwecklos!
Da Du eh schon richtig bist, genau so wie Du bist, brauchst Du Dich auch nicht anzustrengen! Du bist ja schon „da“.

Willkommen in Deinem Leben!
Mehr wird es nicht!

Es gibt hier nichts zu erreichen, zu erlangen. Du kannst Dich nicht verbessern. Klar, in Fähigkeiten schon. Du kannst auch die Umstände stetig verbessern. Und das ist auch alles wunderbar.

Nur lasst uns der Versuchung widerstehen, das mit der Essenz zu verwechseln. Der wahren, göttlichen, glückseligen Essenz unseres Seins. Denn die IST immer hier. Unveränderlich. Großartig. Zu jeder Zeit. Sie war nie weg. Sie ist das LEBEN selbst.

Das größte Geschenk, das Du besitzt: Dein Leben!

Es gibt nichts zu tun. Nichts hinzuzufügen…

Höchstens was wegzulassen! … nämlich alles das, was dieser Erfahrung im Wege steht…

ENJOY!

Deine Elke

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